Isokinetisches Training
Isokinetische Test- und Trainingssysteme zeichnen sich v. a. durch 2 Charakteristika aus: eine definierte, gleichbleibende Geschwindigkeit sowie ein anpassender Widerstand. Dadurch kann das Krafttraining sowohl äußerst effektiv, aber auch schonend durchgeführt werden. In der trainingsmethodisch sinnvollen Integration im Trainingsplan* kann ein isokinetisches Training eine zielführende Ergänzung zum herkömmlichen Krafttraining bzw. zu weiteren Therapiemöglichkeiten bieten, hiervon profitieren sowohl LeistungssportlerInnen im langfristigen Leistungsaufbau, ambitionierte FreizeitsportlerInnen als auch Athletinnen und PatientInnen mit spezifischen orthopädischen Problemen. Als Therapieoption in Zusammenhang mit Beschwerden des Bewegungsapparats kann ein isokinetisches Training bei folgenden Diagnosen sinnvoll und zielführend eingesetzt werden:
- Sehnenüberlastungsprobleme
- Patellaspitzensyndrom
- Reizung Quadrizepssehne
- Schienbeinkantensyndrom
- Achillodynie
- Postoperatives Aufbautraining
- B. nach vorderer Kreuzbandrekonstruktion
- B. nach Operationen am Gelenkknorpel
- B. Krafttraining der Rotatorenmanschette Schultergelenk
- v. m.
- Präoperatives Krafttraining
Je nach Trainings- / Therapieziel bzw. Diagnose und Fragestellung raten wir zu unterschiedlich langen Trainings- bzw. Therapiezeiträumen (i. d. R. 4-12 Wochen) und einer angepassten Trainingsdichte (1-5 Trainingseinheiten/Woche). Der individuelle, spezifische Rahmen wird beim ersten Termin (45-60 min Dauer) gemeinsam mit den PatientInnen besprochen und festgelegt, die einzelnen Trainingseinheiten (i. d. R. ca. 30 min, inkl. allg. und spezifischer Erwärmung) erfolgen anschließend unter enger Betreuung durch die Trainingswissenschaftler.
*Ein isokinetisches Training muss immer in eine komlexe Trainings- bzw. Therapiemethodik eingebunden sein, nur im Zusammenspiel mehrerer Trainingsmittel (Gerätetraining, freies Training mit Körpergewicht, Langhanteltraining, funktionelles Training, etc…) bzw. Therapieverfahren (z. B. Stoßwelle bei Sehnenüberlastungen, sensomotorisches Training bei post-OP Kreuzbandrehabilitation, u. v. m.) kann sich ein optimaler Trainings- bzw. Therapieerfolg einstellen.
